| OT - Das Müsli | OT - Off Topic - Abseits vom Thema |
Die verworrenen Wege zur Einfachheit |
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| Das Mysterium der Variablen "Frühstück". Sie wird
wohl nie eine Konstante und das ist auch gut so! Denn bei Limes mit t
gegen Urlaub verändern sich die Frühstücksvorlieben in Richtung üppig
und deftig, wobei die Funktion einem gedämpften Rechteck entspricht,
also im Übergang vom Zustand "Alttag" in "Urlaub" eine sehr starke
Wertänderung durchmacht. Sind es zu Hause Vollkornbrot und Müsli, so
wächst die Lust nach Ham&Eggs, gebratenem Speck oder gar Baked Beans und
Würstchen. Aber auch im konstanten Betriebszustand "Alltag" gibt es Schwankungen - man kann es am Besten mit einer Sättigungserscheinung beschreiben. Die Sättigung macht sich derart bemerkbar, dass sich das extensiv angewendete Müsli nicht mehr der Verdauung hingibt, sondern den Rückzug antritt ... einem also beim Halse raushängt. Nach einer Phase des Vollkornbrotes, zu Beginn gekauft und zuletzt selbstgebacken, wird mit der getätigten Anschaffung einer Getreidemühle mit Flockenquetsche eine neue Cerealienphase eingeläutet. Warum wir uns nicht davon abschrecken ließen, dass in unzähligen Haushalten die Mühlen zum vor sich hinverstaubenden Dekoobjekt verkommen? Eben darum ... so eine Mühle, das Gehäuse gänzlich aus Holz gefertigt und mit duftendem Naturöl behandelt (in einer geschützten Werkstätte in Tirol), ist schon im Stillstand ein Erlebnis. Schön verarbeitet, schön proportioniert, schön schwer. 17,5kg Lebendgewicht wollen einen fixen Platz in der Küche oder deren Nähe. Abgesehen vom haptischen, feinstofflichen *gg* Erscheinungsbild wären da noch einige Vorzüge, wie das superfeine Vollkornmehl oder die flauschigen (ja! flauschig!) Haferflocken. Natürlich geht noch viel mehr, aber dies war unser Einstieg in die Welt des vollen Korns. Zurück zum korngewordenen Anfang, der in frühester Kindheit mit Haferflocken in warmgemachter Milch und Früchten kennenlernte, der nach langer Pause in Form grob geschroteten und über Nacht in Wasser quellenden Dinkels reinkarnierte. Das Quellen macht die Körner nicht nur beißbarer, sondern auch wertvoller, weil Enzyme ein für den Körper günstige Aufbereitung der Mineralstoffe bewirken. Morgens wurde mit Rahm oder Leinöltopfen und Früchten ein recht fester Brei bereitet, der - von außen betrachtet - sowas wie eine Hardcore-Version der Müslipalette darstellt, das andere Ende der mit zuckergeschwängertem Wenigkornmüsli beginnenden Skala. Es polarisiert, entweder man mag es oder nicht. Wenn man es mag, ist es eine ideale Basis für jeden Tag, eine ordentlich Unterlage für den weiten Weg zum Mittagessen. Einer langen Phase der Cerealienverweigerung folgte eine erneute Annäherung in Form von fertigen Müslimischungen mit Milch. Wohlschmeckend, mit vielen Trockenfrüchten, Vital und Wellness steht auf den Packungen. Das stimmt anfangs auch, doch wenn man bewusst den letzten Löffel Milch am Ende des Müslis kostet, bemerkt man eine extreme Zuckerlastigkeit, eine gesättigte Lösung. 20% Zuckeranteil sind eher Regel denn Ausnahme und bis zu einem Viertel geht der Anteil bei den Knuspermüslis. Na bumm - was die Geschmacksverstärker beim Mittagessen sind, scheint der Zucker im Frühstück zu sein. Eine plumpe Anbiederung an unsere verkümmerten Geschmacksnerven. Was tun? "Kalte" Entwöhnung? Es wurde der sanfte Weg: Zug um Zug wurde das Fertigmüsli mit Haferflocken gestreckt, beim Kaufen auf eine zuckerarme Version geachtet. Das funktionierte, bis eines Tages ein anderer Weg zum Gehen einlud: Die Bioschiene. Vom Dinkelhof Wagner gibts eine honiggeröstete Mischung, auf die auch junkfoodverwöhnte Gaumen ausweichen können. Aber selbst da kann man strecken und irgendwann aufs ungesüßte Umsteigen, frische Früchte peppen das Gesundfrühstück ordentlich auf ... da können keinen gefriergetrockneten Schrumpelfrüchte dagegen anstinken. Diese letzte Variante schien Zukunft zu haben - jedenfalls mehr als alles bisher dagewesene. Schien ... wohlgemerkt, denn was unsere Flockenquetsche aus unbeißbaren Körndln zu zaubern vermag, ist schlicht ein Hit! Flocken vom Hafer so zart und flauschig wie Daunen, auch ungeschält!, und hauchdünne Dinkelflocken, deren Widerstand beim Beißen man nicht zu orten vermag! Die Dinkelkörner sollten am Vortag (oder mind. 3-4 Stunden vor der Zubereitung) in einem Sieb befeuchtet und anschließend zum Trocknen ausgelegt werden. Es geht zwar auch ohne, dabei plagt sich die Maschine aber mächtig - die Anleitung rät davon ab. Das Fazit: Der Verkauf von Haferflocken scheint plötzlich so unsinnig wie jener von gekochten und geschälten Erdäpfeln. So eine Mühle ist wahrlich ein Schmuckstück mit ein paar sehr nützlichen Funktionen! :) 30.01.2010 |
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![]() Die Duett200 von KoMo |
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Das erweiterte Müsli |
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| Es geht Schlag aus Schlag: Gestern noch badeten die
flauschigen Flocken in Hansinger-Bio-Joghurt. Heute taten sie das in zu
Joghurt gewordener Hansinger Bio-Milch. Ein kleiner Schritt für die
Menschheit, aber ein großer für uns: Wir haben unser erstes Joghurt
gemacht! Und das geht so: Man nehme einen halben Liter rohe Bio-Milch, koche diese ab, lasse sie auf 35 bis 38°C abkühlen und fülle diese in ein Schraubglas (z.B. Gurkenglas). Jetzt 2 Esslöffel Bio-Joghurt unterrühren, Glas fest zuschrauben und ab damit ins Bett bzw. dick in eine Decke eingewickelt, damit die Wärme nicht abhaut. Ganz genaue legen einen Thermophor dazu, funktioniert aber auch ohne. Nun heißt es Geduld zu haben - 8 Stunden brauchen die Joghurt-Kulturen für Ihre Arbeit. Danach geht's ab in den Kühlschrank. Weil Warten nicht unsere Stärke ist, haben wir das Joghurt über Nacht angesetzt und Morgens ungekühlt ins Müsli gekippt - die Konsistenz war noch nicht ganz so fest wie gewohnt, aber die Blindverkostung wäre unentschieden ausgegangen. Angeblich kann man die Kultur rund fünf Mal vermehren, ehe wieder ein frischer Kulturspender nötig ist. Wir werden das verifizieren. Hansinger-Produkte gibt's im Rabensteiner Bioladen oder im eigenen Laden in Kilb. 31.01.2010 |
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Das Resumé nach 5 Monaten |
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| - Der ursprünglich nur als Zusatznutzen mitgenommene
Flockenquetschteil der Maschine entwickelt sich zum wichtigsten Teil. Er
ist täglich im Einsatz und hat mittlerweile auch Fini von den Vorzügen
frischgequetschter Flocken überzeugt - wenn (bis dato) auch nur eines
der beiden Schinkenbrote durch Müsli substituiert wurde. Wir quetschen
für eineinhalb Portionen Müsli eine Handvoll Körner, halb Dinkel, halb
Hafer. Der Dinkel wird nicht - wie die Anleitung rät - am Vortag
eingeweicht, sondern trocken gequetscht. Weil Vorbereitungsarbeiten
nerven und weil die Flocken gequollen zwar ganz bleiben aber
Gummikonsistenz bekommen. Die Trockenen zerfallen, was aber unter den
Haferflocken überhaupt nicht stört. - Das Dinkelbrot (2/3 Dinkel und 1/3 Roggen) ist ein Hit, bleibt tagelang frisch, wird aber zur Zeit mangels Absatz nur sporadisch gebacken. - Der Sommerhit ist Obst-Blechkuchen mit Dinkel- oder Weizenmehl, der hat einfach mehr Geschmack! 07.07.2010 |
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Frühstücksmüsli. Walderdbeeren und Himbeeren aus dem Garten, Apfel+Banane+Joghurt aus dem Rabensteiner Bioladen und selbstgequetschte Hafer- und Dinkelflocken mit Korn vom Dinkelhof Wagner |
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