07 Steckenpferde - oder: Was unser Haus für UNS ausmacht.
Das Grundsätzliche: Wir wollen Passiv |
|
| Blieb uns irgendwie verwehrt. Aufgrund der großen Oberfläche (Boden, Wände, Dach) im Verhältnis zum Volumen die sich durch die eingeschossige Bauweise ergibt, haben wir kein waschechtes Passivhaus. Das sagt auch die Nö Wohnbauförderung und die Tatsache, dass wir das Haus nicht ausschließlich über die erwärmte Zuluft beheizen können. Trotzdem werden nur Passivhauskomponenten verbaut. | |
Das Praktische: Barrierefreiheit |
|
| Keine einzige Stufe trübt den Weg vom Autoabstellplatz durchs Haus über die Terrasse in der Garten und weiter in den Erdkeller. Bodengleiche Dusche, keine engen Gänge und Türen, im Bad Schiebetüren und im WC eine nach außen aufgehende Tür. | |
Das Ökonomische: So wenig wie möglich, soviel wie nötig. |
|
| Schlafzimmer, Bad, WC, Stauraum (Technikraum/Garderobe/Schrankraum), großer Wohn-/Koch-/Essraum. Fertig. Kein (von innen begehbarer) Keller, kein Obergeschoß, keine Stiegen. Obwohl das Bad von zwei Seiten begehbar ist, kommen wir mit fünf Innentüren aus ... und vier Fenstern, einer Haustür und einer Terrassentür. Die Wäsche wird nur im Umkreis von 3 drei Metern auf einer Ebene bewegt: Gesammelt und gewaschen im Bad (welch angenehmes Geräuschbild doch eine ordentliche Waschmaschine von sich gibt), getrocknet im Schlafraum und aufbewahrt im Schrankraum. | |
Das Ökologische: Holz, Stroh, begrüntes Dach |
|
| Der Umweltgedanke ist sicher nicht zu 100% umgesetzt, aber doch. Holzriegelkonstruktion, dazwischen eine Dämmung aus Strohballen und drauf ein Dach, dass extensiv begrünt wird. Lässt die Dachhaut länger leben, speichert Niederschlagswasser, bietet Lebensraum. Auch die Bodenplatte ist aus Holz und mit Stroh gedämmt - um sie trocken zu halten, ruht das Haus einen halben Meter über Grund auf Streifenfundamenten. | |
Das Lebensnahe: Große, überdacht Terrasse |
|
| Das Leben spielt sich bei uns 6-8 Monate im Freien ab, Frühstück, Mittagessen, Abendessen, Zeitunglesen, Kreuzworträtsel, Nachmittagskaffee, Basteln, Malen, ... all das macht in geschlossenen Räumen nur halb so viel Spaß, so ganz ohne Verbindung zur Natur, zu den Nachbarn, zu Geräuschen, Düften und Stimmungen. | |
Das Verbindende: EinWohnRaum |
|
| Alle Tätigkeiten spielen sich tagsüber im gleichen Raum ab (der sich bei Plusgraden auf die Terrasse ausdehnt) ... denn wenn ich den Partner im selben Raum nicht ausstehen kann, wird er mir zwei Räume weiter auch nicht sympathischer. Die Küche mit dem freistehenden Küchenblock ist der Mittelpunkt und ins Internet kommt man am grooßen (Ess-)Tisch. Keine fünf Kammerl für jeden Zweck sondern EinWohnRaum für alle Fälle. | |
Das Kuschelige: Eine Fensterbank zum Knotzen |
|
| Ein großes Fenster nach Süden mit breitem und tiefen Fensterbrett, auf dem man lesen, schlafen und in die Ferne schauen kann. | |
Das "HätteNichtSeinMüssen": Ein Erdkeller |
|
| Nur von außen begehbar (vermeidet komplizierte Anschlüsse an die Dämm- bzw. Dichtheitsebene), keine Stiegen (barrierefrei), Lehmboden (gutes Lagerklima und feuchtigkeitsunempfindlich), halb mit Tageslicht (für die Pflanzenüberwinterung), halb finster (für Obst und Gemüseeinlagerung). | |
Das Kompakte: Heizung, Lüftung und Warmwasser auf einem Quadratmeter |
|
| Ein Lüftungskompaktgerät mit Wärmerückgewinnung und Kleinstwärmepumpe (600W), 200 Liter Warmwasserspeicher und kleinem Erdkollektor für die Erwärmung der Zuluft, des Warmwassers und der rund 25m² Wandheizung. Wir benötigen 1,9kW, um das Haus im Winter warm zu halten. | |
Das Rundum-Sorglose: Wir vertrauen Menschen, die unsere Ideen zu unserem Haus machen |
|
| Das Leben ist zu kurz und das Budget zu klein, um sich um alle Aspekte des Hausbauens selber zu kümmern und somit alle Fehler selber zu machen. | |