06 Wir dürfen! - oder: Nachbarn und Bauamt segnen unseren Entwurf!

Man baut zwar für sich ... aber mit dem Haus leben müssen noch eine Reihe weiterer Menschen. Da ist es schön, wenn sich die Nachbarn geschlossen vor Ort bei der Bauverhandlung versammeln und Ihre Zustimmung kundtun. Auch das Bauamt sieht keine Hindernisse, bereichert nur die Ausstattung um einem 6kg-Feuerlöscher. Die Niederschrift erfolgt witterungsbedingt beim Dorfwirt, dem mobilen Büro mit Laptop und Drucker sei Dank

Liebe Nachbarn, vielen Dank fürs Kommen und die Zeit für ein Glaserl Wein!.  

Am Plan wird jetzt nimmer gerüttelt, auch wenn sich die externen Sorgen ob unseres "viel zu kleinen" Erdkellers häufen, der nur ein Drittel des Gebäudegrundrisses beansprucht. Die rund 26m² reichen vollauf für die Überwinterung der nicht winterharten Pflanzen (unzählige Kakteen und andere Exoten wie Lorbeer, Duftpelargonie, Weihnachtssterne und Oleander) im vorderen, tageslichterhellten Raum sowie für unsere Gartengemüseernte und ein paar Flaschen Wein im hinteren, finsteren Teil des Erdkellers. Die Belüftung soll über einen kleinen Erdwärmetauscher (ein paar zehn Meter Kunststoffrohr im Erdreich verlegt), evtl. mit mechanischer Unterstützung durch einen Ventilator erfolgen. Der Boden bleibt Lehm Natur und wird mit alten, einfach gebrannten Dachbodenziegeln belegt. Wenn der Keller mal bei extremen Niederschlägen absäuft, ist es auch egal - aufgrund der Hanglage können eh nur die untersten 40cm nass werden und die werden einfach von empfindlichem Lagergut freigehalten. Der Aufwand, einen Raum unter der Erde trocken zu bekommen und zu halten ist uns einfach zu groß, die Stellfläche lässt sich mit einem Holzschuppen zu ebener Erde wesentlich billiger und einfacher herstellen. Die wenigen frostempfindlichen Dinge finden im Haus Platz, ebenso wie die gesamte Haustechnik mit Ihrem Platzbedarf von nicht mal 1m².   

Jetzt geht's von der Theorie in die Praxis und um die Fragen der Ausführung. Eine Photovoltaikanlage schwirrt uns auch immer wieder im Kopf rum, weil damit der gesamte Energiebedarf des Hauses abgedeckt werden könnte und das Passivhaus zum Nullenergiehaus wird. Unser optimistischer Installateur gibt der Technik noch wenige Jahre, ehe steigende Wirkungsgrade und sinkende Kosten zu einer Wirtschaftlichkeit selbst ohne Förderung führen. Sein Wort in Energiepolitkers Ohren.

****** Ende vom sechsten geistigen Erguss - 01.01.2010 ****** Es scheint an der Zeit für Fakten :)